Vereinsgeschichte 1982 - 1991

1982 wurde zum 10 - jährige Bestehen ein großes Zeltfest in Verbindung mit dem Kreiswettstreit der Spielmannszüge gefeiert. Der 1. Platz in der Klasse B Senioren bedeutete für den Spielmannszug Lütmarsen den Aufstieg in die Klasse A der Spielmannszüge. Es folgte die Teilnahme am Ostwestfalenpokal mit zweimaligem Gewinn des 1. Platzes in der Klasse A sowie mehrere Erfolge bei den folgenden Kreiswettstreiten in den nächsten Jahren.

Dem neu gewonnenem Ausbilder der Flötisten, Uli Heine, war auch ein Verdienst an diesen Erfolgen zuzuschreiben. Es galt nun, das Erreichte und den Fortbestand des Vereins zu sichern. Man entschloss sich, die Jugendarbeit noch mehr zu fördern und begann mit der Notenlehre, die für das Weiterkommen eines Vereins wichtig ist. Hierbei wurde der Verein von Marion Todt, die in der Blaskapelle Brenkhausen aktiv war unterstützt. Sie und Albert Drüke betreuten zu der Zeit 20 Jugendliche, die in der Ausbildung standen. Als Ausbilder für die Trommler fungierten Christoph Ising und Frank Wiehe. Durch den Beitritt zum Volksmusikerbund bestand die Möglichkeit Lehrgänge zu besuchen, das Leistungsabzeichen in den Stufen Bronze, Silber und Gold zu erwerben und somit mehr Wissen zu erlangen oder bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen, damit eine solide Basis für die Zukunft des Spielmannszuges Lütmarsen vorhanden ist. Auf Anhieb bestanden die ersten Spielleute den D1 - Lehrgang und erhielten das Abzeichen in Bronze. Ein Jahr später nahmen die gleichen Jugendlichen am weiterführenden D2 - Lehrgang erfolgreich Teil und wurden anschließend mit dem Leistungsabzeichen in Silber geehrt. Zur gleichen Zeit absolvierten 5 weitere Musiker erfolgreich den D1 - Lehrgang und wurden mit dem Leistungsabzeichen in Bronze ausgezeichnet. Der Spielmannzug Lütmarsen befand sich auf dem richtigen Weg und stellte die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Im Jahre 1988 feierte man das 15 - jährige Bestehen des Vereins. Unter Mitwirkung zahlreicher befreundeter Vereine der Kreisvereinigung Höxter und des Volksmusikerbundes war es ein neuer Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte.

Nachdem Uli Heine aus beruflichen Gründen seine Ausbildertätigkeit Anfang 1989 aufgeben musste, wurde umgehend die Suche nach einem neuen Übungsleiter intensiviert. Schon im Februar 1989 wurde die Suche erfolgreich abgeschlossen. Es konnte mit Herrn Karl Münter aus Wagenfeld, Kreis Diepholz ein fundierter Fachmann gewonnen werden. Er erklärte sich nach einem Übungsbesuch spontan bereit, die musikalische Leitung zu übernehmen und auszubauen. Der erste Schritt war das sofortige Umstellen auf "Spielen nach Noten". Es wurden zur vorhandenen Sopranflöte noch zusätzlich Diskant -, Alt - und Tenorflöten angeschafft, um das mehrstimmige Spielen deutlich zu verbessern und den Verein zu einem wohlklingende, wettbewerbsfähigen Klangkörper zu machen. Schon im Mai 1989 stellte man sich beim Kreiswettstreit mit zwei neuen Märschen vor und errang auf Anhieb den zweiten Platz in der stark besetzten Klasse 3. Dieser Erfolg wurde mit den Vizemeistertiteln in den Jahren 1990 und 1991 wiederholt. Im Jahr 1991 startete man erstmalig auch in der Konzertklasse und belegte hinter den Deutschen Meistern aus Bergheim und Stahle einen hervorragenden 3. Platz. Auch die Nachwuchsarbeit wurde nicht vergessen und selbstverständlich mit hohem Engagement und viel Einsatz durchgeführt. Unter der Leitung von Daniela Drüke (Flöte) und Marc Sonderer (Trommel) wurden 7 Neulinge ausgebildet und in den Stammzug eingebaut. Bei allen Aktivitäten kamen aber auch die gemütlichen Seiten des Vereins in gemütlicher Runde nicht zu kurz. Neben Grillabenden, Wanderungen gab es Faradtouren sowie Ausflüge an die Mosel und nach Adeldorf (Bayern) mit musikalischer Beteiligung am dortigen Heimatfest.